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Bücher

Elisabeth Rice Handford: Die Sprache deiner Kleider

Endlich mal ein Buch, dass sich dieses heiß diskutierten und doch sehr unklaren Themas annimmt. Anhand eindeutiger Schriftbelege nimmt Handford sachkundig und behutsam zu diesem Thema Stellung und kommt zu manch überraschendem Schluss. Dieses Buch behandelt naturgemäß nur die weibliche Seite des Themas, da sich eine gläubige Frau nicht erheben würde, um Männer zu lehren. Dennoch können auch Männer dem Buch einiges für sich selbst und für den Umgang mit der Kleidungsfrage abgewinnen. Das Buch ist trotz seines Alters (1976) immer noch aktuell, behandelt es dieses Thema doch biblisch und nicht kulturell gefärbt. Die Kopftuchfrage bleibt hier freilich außen vor, da diese nicht primär eine Frage der Kleidung ist. Handford erläutert der geneigten Leserin an einigen Stellen die Eigenheiten der männlichen Bevölkerung und deren Reaktionen auf bestimmte optische Reize. Dieses Wissen und die demütige Hinwendung zum Herrn soll jeder Frau zur Grundlage einer Entscheidung hinsichtlich des Kleidungsstils dienen. Handford vermeidet hier Maßangaben und Stilvorschriften, sondern nennt die aus der Bibel ableitbaren Maßstäbe in generalisierter Form. Daher sei es jeder Frau (und jedem Mann) zur Entscheidungsfindung ans Herz gelegt.

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Diskussionen

3 Gedanken zu “Elisabeth Rice Handford: Die Sprache deiner Kleider

  1. Hallo Michael, wie siehst Du denn die Kopftuchfrage? Würde mich interessieren, weil es ja nur wenige gibt, die sich damit positiv befassen. LG Sabine

    Verfasst von Sabine | 27. Februar 2017, 18:30
    • Hallo Sabine,
      ich denke, es gibt eine Menge gläubiger Menschen, die sich positiv mit der Kopftuchfrage auseinandersetzen. Aber hier kommt es natürlich auf die persönliche geistliche ‚Umgebung‘ an. Meine Gemeinde hat sich schon vor vielen Jahren gegen ein Kopftuchgebot ausgesprochen. Nichtsdestotrotz tragen gerade die älteren Geschwister noch ein Kopftuch.
      Generell muss man sich in der Frage des Kopftuches auf den Original-Text beziehen. Hier steht nicht Kopftuch, sondern exousia, Macht. Die Verbindung zum Kopftuch ist aus der jüdischen Tradition erklärbar und die meisten Diskussionen über das Kopftuch, die ich in heutigen Gemeinden kenne, lassen sich ebenfalls auf Traditionen zurückführen. Es kann wichtige Gründe geben, warum sich eine Gemeinde auch mit Äußerlichkeiten befasst. Sie dürfen aber niemals in den Status der Heilsnotwendigkeit erhoben werden oder gar den Zugang zur Gemeinde versperren. Denn: Gemeinde ist Gemeinde Christi und nicht die Gemeinde menschlicher Gremien. Eine klare biblische Verkündigung wird auf Dauer das Gewissen der ernsthaften Zuhörer anrühren, es schärfen und somit auch Verhaltensänderungen hervorrufen. Hier eine wie auch immer geartete Gemeindeordnung voranzustellen, halte ich für falsch. Dies gilt natürlich erst einmal nur für die westlich geprägten Gemeinden. In anderen Ländern mögen andere Voraussetzungen gelten. Aber auch hier gilt das Wort unseres Herrn, das eifrig erforscht und mit wachem Blick in die Gegenwart transportiert werden muss, ohne es dabei zu verfälschen. Denn: in den 50er Jahren hätte es auch hier in Deutschland keine Diskussion über das Kopftuch gegeben. Es war modsicher Chic …
      Melde dich gerne noch einmal, wenn du weitere Fragen hast.
      Der Herr segne dich
      Michael

      Verfasst von Michael Richter | 28. Februar 2017, 06:44
      • Hallo Michael,

        vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

        Ich finde es interessant, wie viel Tradition bei diesem Thema immer wieder mitschwingt, auf allen Seiten. Gemeinderegeln und Traditionen, Betonung von Äußerlichkeiten und Heilsnotwendigkeit.

        Ich bin noch nicht lange Nachfolgerin des HERRN JESUS und in allen Gemeinden, die wir (z.T. nur sehr oberflächlich durch Besuch) kennengelernt haben, rangieren die Antworten auf die Frage nach der Bedeutung von 1. Korinther 11 um diese vier oben genannten Ecken.

        Aber mir ist nur selten begegnet, dass das Wort schlicht gelesen wird und ihm gefolgt wird.

        Und wenn man es tut, kommt man immer wieder in die Not, dass man sich rechtfertigen „muss“, ob man russlanddeutsch sei und es aus Tradition tue; ob man glaube, dass das Kopftuch wirklich heilsnotwendig sei; ob man nicht wisse, dass Gemeinderegeln die Bibel nicht ersetzen können; und dass die Betonung der Äußerlichkeiten nicht ein bußfertiges Herz ersetzt.

        Unvoreingenommenes Lesen und unvoreingenommener Gehorsam ist schwierig für uns moderne Menschen. 🙂

        Ich wünsche Dir einen gesegneten Tag

        Sabine

        Verfasst von Sabine | 28. Februar 2017, 07:22

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