//
du liest...
Gemeinde

Die christliche Frau

Bekannte Frauengestalten

Debora

Im Buch Richter, Kapitel 4 +5, lesen wir von Debora, die für eine Zeit lang Richterin in Israel war. Aufgabe eines Richters war, Recht zu sprechen über die Israeliten. Gott erweckte in jener Zeit (In jenen Tagen war kein König in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen. – Richter 21,25) Richter, um Sein Volk aus der Unterdrückung seiner Nachbarn zu befreien. Jedoch waren diese Richter keine Führer des Volkes im Sinne dessen, dass sie zu bestimmen gehabt hätten, was das Volk zu tun und zu lassen hatte. Nach den heutigen Begriffen der Dreiteilung der Gewalten lag bei den Richtern zuallererst mal die Judikative, die Legislative war einzig bei Gott. Ebenso auch die Exekutive, jedoch bediente sich Gott Seiner treuen Diener, um Feldzüge zu initiieren und so die (vorübergehende) Befreiung des Volkes zu erreichen.

Als nun Debora Richterin in Israel wurde, war sie Prophetin und Frau des Lappidot (Richter 4,4). Sie hielt Gericht über die ‚Söhne Israels (Richter 4,5). Sie schickte (d.h. sie sandte Boten) zu Barak und fragte ihn, was er denn auf den eindeutigen Befehl des Herrn hin getan hätte. Offensichtlich war Barak diesem Befehl bisher nicht nachgekommen (Richter 4,6). Tatsächlich war Barak wohl nicht Manns genug, um diesem göttlichen Befehl in treuem Gehorsam zu folgen. Er bittet Debora um Unterstützung (Richter 4,8). Debora sagt gerne zu, macht ihm aber auch klar, dass er somit der Ehre dieses Feldzuges verlustig gehen würde (Richter 4,9). Der Feldzug beginnt, der Feind wird geschlagen und der Anführer des Feindes wird zudem noch von einer Frau überwältigt und getötet (Richter 4,21).

Wenn in einer patriarchalischen Welt Frauen zu solchen Taten berufen werden – was sagt uns das über den Zustand Israels in jener Zeit? Die Männer jener Zeit waren derart schwach, dass sie sich nichts mehr zutrauten und auf die Hilfe einer Frau angewiesen waren. Kriegführung war damals eine reine Männerdomäne – und doch musste Gott zwei Frauen dafür benutzen, um die Schlacht gegen den Feind zu gewinnen. Dies war eine wahre Schande für die Männer jender Zeit und zeigt deutlich den desolaten (geistlichen) Zustand Israels!

Rut (Rut 1-4)

Rut ist eine Moabiterin und gelangt auf Umwegen nach Israel. Sie ist eine demütige Frau, die sich von dem Verlust von Schwiegervater, Schwager und Ehemann nicht etwa in die Verzweiflung treiben lässt, sondern dadurch an einen allmächtigen Gott glaubt. In ihrer Heimat kennt sie nur tote Götzen, die zu nichts nütze sind und erst recht nicht zu irgendwelchen Taten fähig sind. Durch den Tod der Männer in ihrer Familie aber erkennt sie einen Gott, der anderes ist als ihre Götzen. Er ist ein Gott, der handelt. Diese Erkenntnis bewegt sie, mit ihrer Schwiegermutter – zuerst gegen deren Willen – zurück nach Israel zu gehen. Dort unterwirft sie sich den Gesetzen Israels und sammelt bei einer Ernte auf, was die Erntearbeiter übrig lassen. Schließlich gewinnt sie das Herz von Boas, dem Besitzer des Feldes, auf dem sie die Reste aufsammelte.

Dies ist ganz gewiss keine Geschichte einer Frau, die eine Vormachtstellung einnahm, noch diese einnehmen wollte. Es ist die Geschichte einer demütigen und (damals) gesetzmäßigen Eheanbahnung, in der sich keinerlei Fehl und Tadel finden. Sie darf Männern und Frauen gerade in den aktuellen unmoralischen Zeiten als Vorbild gelten.

Ester

Die Jüdin Hadassa (bedeutet »Myrte« oder »Braut«) wurde als Ester nach Verschleppung in den babylonischen Königspalast und einer wohl nicht ganz freiwilligen Nacht mit dem König Ahasveros (so sein hebräischer Name, eigentlich Khshayarsha; im griechischen Xerxes) Königin über Babylon. Als Frau des Königs hatte sie jedoch nur sehr eingeschränkte Rechte und war voll und ganz den babylonischen Gesetzen unterworfen (Ester 4,11). Dennoch wagt sie für ihr Volk alles, denn sie hat das Herz des Königs gewonnen und zudem Gott auf ihrer Seite.

Ester zeigt ebenso wie Rut große Demut – sogar vor einem Heiden in heidnischer Umgebung. Im Dienste Gottes unterwirft sie sich völlig und rettet somit ihr Volk.

Die tüchtige Hausfrau

10 Eine tüchtige Frau – wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert. 11 Ihr vertraut das Herz ihres Mannes, und an Ausbeute wird es ihm nicht fehlen. 12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. 13 Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände. 14 Sie gleicht Handelsschiffen, von weit her holt sie ihr Brot herbei. 15 Und sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und gibt Speise ihrem Haus und das Angemessene ihren Mägden. 16 Sie hält Ausschau nach einem Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg. 17 Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und macht ihre Arme stark. 18 Sie merkt, dass ihr Erwerb gut ist; auch nachts erlischt ihre Lampe nicht. 19 Sie streckt ihre Hände aus nach der Spinnrolle, und ihre Finger ergreifen die Spindel. 20 Ihre Hand öffnet sie dem Elenden und streckt ihre Hände dem Armen entgegen. 21 Nicht fürchtet sie für ihr Haus den Schnee, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesinstoffe gekleidet. 22 Decken macht sie sich; Byssus und roter Purpur sind ihr Gewand. 23 Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er Sitzung hält mit den Ältesten des Landes. 24 Kostbare Hemden macht sie und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem Kaufmann. 25 Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und unbekümmert lacht sie dem nächsten Tag zu. 26 Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Weisung ist auf ihrer Zunge. 27 Sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, und das Brot der Faulheit isst sie nicht. 28 Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich, ihr Mann tritt auf und rühmt sie: 29 Viele Töchter haben sich als tüchtig erwiesen, du aber übertriffst sie alle! 30 Trügerisch ist Anmut und nichtig die Schönheit; eine Frau aber, die den HERRN fürchtet, die soll man rühmen. (Sprüche 31,10-30)

Was finden wir da im Alten Testament an unerwarteter Stelle? Ein Lob auf eine Frau – freilich von einer Frau, der Mutter Lemuels (Sprüche 31,1)!

Was zeichnet diese Frau aus? – Treue, Verlässlichkeit, stets Gutes erweisend, arbeitsam, sie steht früh auf, fürsorglich, geschäftstüchtig, kräftig, macht ihr Garn selbst, ist barmherzig, wiederum fürsorglich in Bezug auf die Kleidung der ihr anvertrauten Menschen, frohen Mutes, weise, freundlich, vorsorgend, von Mann und Söhnen gerühmt, nicht auf Anmut und Schönheit bedacht, sondern auf innere Werte.

Dies also ist eine Frau wie sie sich die Mutter für ihren Sohn vorstellt. Klingt das heute noch verlockend? Was davon ist heute noch attraktiv?

Ich möchte die Frage andersherum stellen:

Auf welche dieser Eigenschaften seiner Ehefrau würde ein christlicher Ehemann verzichten wollen?

Welche christliche Ehefrau würde all diese Dinge nicht gerne tun und diesen Lohn davon haben, um dem Herrn zu gefallen?

Ich lasse diese Frage hier absichtlich offen, denn eigentlich liegt die Antwort auf der Hand …

Einige Bibelstellen

Apostelgeschichte 18,2-28

2 Und er fand einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priszilla, seine Frau – weil Klaudius befohlen hatte, dass alle Juden sich aus Rom entfernen sollten. Er ging zu ihnen, 3 und weil er gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks. […] 18 Nachdem aber Paulus noch viele Tage dageblieben war, nahm er Abschied von den Brüdern und segelte nach Syrien ab und mit ihm Priszilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchreä das Haupt hatte scheren lassen, denn er hielt ein Gelübde. 19 Sie kamen aber nach Ephesus, und er ließ jene dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden. […] 24 Ein Jude aber mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. 25 Dieser war im Weg des Herrn unterwiesen, und, brennend im Geist, redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte. 26 Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Priszilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. 27 Als er aber nach Achaja reisen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahnten sie, ihn aufzunehmen. Dieser war, als er hinkam, den Glaubenden durch die Gnade sehr behilflich; 28 denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus ist.

Priszilla ist die Ehefrau von Aquila, beide begleiten Paulus eine zeitlang auf seinen Reisen. Dabei haben sie Gelegenheit, Apollos Schriftkenntnis zu verbessern, indem sie ihn gemeinsam in konkreten Dingen unterrichteten. Wem hierbei welche Rolle zukam, wer genau welche Worte sagte und ob hierbei Lehre einer Frau gegenüber einem Mann stattfand, geht nicht aus dem Text hervor, kann in diesen also auch nicht hineininterpretiert werden.

Wenn wir von der jüdischen (patriarchalischen) Kultur ausgehen, wird Priszilla sicher nicht versucht haben, mehr zu sein als ihr Mann, sondern womöglich durch ihr Zeugnis die Worte ihres Mannes unterstützt haben. Genausogut kann sie sich auch auf die Rolle als Hausfrau und Gastgeberin beschränkt haben, wovon jedoch eher nicht auszugehen ist. Wenn Christen für das Wort Gottes brennen und Gelegenheit haben, darüber zu reden, so werden sie es in aller Regel auch tun. Dies alles ist jedoch Spekulation.

1 Korinther 16,19

19 Es grüßen euch die Gemeinden Asiens. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priska samt der Gemeinde in ihrem Hause.

Priska ist eine Verkürzung von Priscilla (oder eben Priszilla); es sind dies also die beiden in der Apostelgeschichte genannten Eheleute.

Römer 16,3f

3 Grüßt Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus 4 – die für mein Leben ihren eigenen Hals preisgegeben haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Gemeinden der Nationen –

Hier gilt das gleiche wie für 1Kor 16,19.

Römer 16,6+12

6 Grüßt Maria, die viel für euch gearbeitet hat! 12 Grüßt Tryphäna und Tryphosa, die im Herrn arbeiten! Grüßt Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn!

Der Text belegt, dass viele Frauen für den Herrn tätig waren.

1. Korinther 11,2-16

2 Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. 3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. 4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und dabei etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt. 5 Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. 6 Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhüllen. 7 Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. 8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; 9 denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen. 11 Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. 12 Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott. 13 Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? 14 Und lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, 15 wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben. 16 Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.

Paulus weiß sehr wohl, dass sich Frauen und Männer nicht in ihren Eigenschaften wie dem persönlichen Wert (insbesondere vor Christus), dem Intellekt oder ihrem geistlichen Leben unterscheiden. Jedoch sind beiden von Gott spezifische Rollen zugewiesen, die diese in Demut vor Gott auch wahrnehmen sollen. Um dieses Rollenverständnis zu belegen, nutzt er folgende Argumente:

in Vers 3: das Vorbild Jesu – so wie Jesus über dem Mann steht, so steht auch der Mann über die Frau – mit allen Rechten und Pflichten

in Vers 7: Gottes Plan für Mann und Frau. Durch die Sünde wurde das von Gott geplante harmonische Miteinander zwischen Mann und Frau zerstört. In 1. Mose 3,16 wird daher die Stellung der beiden zueinander von Gott festgelegt. Ihr Verlangen wird nach ihm sein (und somit auch ein Verlangen nach Herrschaft über den Mann), aber er soll herrschen.

in Vers 8: die Schöpfungsordnung – die Frau wurde aus einer Rippe des Mannes ‚gefertigt‘ (1. Mose 2,21f) und somit ist der Mann der erste in der Schöpfungsordnung.

in Vers 9: den eigentlichen ‚Zweck‘ der Frau – sie ist dem Mann als Gehilfin zur Seite gestellt (1. Mose 2,18)

in Vers 10: Fürsorge für die Engel. Engel sind gehorsame Diener Gottes. Sie unterwerfen sich völlig dem Willen Gottes und tun, was immer Er befiehlt. Sie waren am Tag der Schöpfung von Mann und Frau anwesend und wissen um die Schöpfungsordnung. Diesen Engeln soll die Frau kein Anstoß sein, indem sie gegen die Schöpfungsordnung verstößt.

in Vers 13-15: die natürlichen Merkmale einer Frau. Über die Länge der Haare und vor allem darüber, wie lang lang ist, ließe sich sicherlich lange diskutieren. Fakt ist jedoch, dass durch das männliche Testosteron den Männern die Haare schneller ausfallen, während das weibliche Östrogen dafür sorgt, dass das Haar der Frau länger wächst und die Frau im Alter auch deutlich seltener eine Glatze bekommt. Daher ist langes Haar bei einer Frau in den meisten Kulturen ’normal‘ und natürlich. Bei den Männern zur Zeit des Paulus, insbesondere bei den Soldaten, waren kurze Haare bis hin zum kahlen Schädel Mode.

Römer 16,1

1 Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, die eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä ist,

Ein weiterer Beleg dafür, dass Frauen in der Gemeinde dienten.

Galater 3,28

28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.

Diese Aussage zielt auf die Stellung des Menschen vor Christus ab. Der Galaterbrief hat zum Thema die Rechtfertigung durch Glauben (und nicht durch Gesetz oder Herkunft). Daher geht es hier einzig um die Stellung hin zu Christus und nicht um die Ordnungen der Menschen untereinander.

1. Korinther 11,5

5 Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene.

Einer Frau das Haupt zu scheren, war seinerzeit in Korinth die Strafe für eine Hure. Die Verhüllung des Hauptes war zu jener Zeit ein Zeichen der Frau für die Unterordnung unter den Mann (eben auch im heidnischen Umfeld!). Dieser Satz enthält keine Anweisung für alle Zeit, dass Frauen mit einer wie auch immer gearteten Kopfbedeckung umher zu laufen haben, sondern, dass sie die kulturbedingten Zeichen ihres Verheiratetseins bitte auch zu zeigen haben. Zeigen sie diese nicht, so wird dies als Ablehnung ihres Status‘ als Ehefrau oder aber zumindest als Auflehnung gegen die bestehende Ordnung interpretiert.

Apostelgeschichte 21,9

9 Dieser aber hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten.

Dieser Text enthält einen Hinweis darauf, dass natürlich auch Frauen die Gabe der Weissagung haben können.

1. Timotheus 2,8-15

8 Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung; 9 ebenso, dass auch die Frauen sich in anständiger Haltung mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung, 10 sondern mit dem, was Frauen geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke. 11 Eine Frau lerne in der Stille in aller Unterordnung. 12 Ich erlaube aber einer Frau nicht zu lehren, auch nicht über den Mann zu herrschen, sondern ich will, dass sie sich in der Stille halte, 13 denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva; 14 und Adam wurde nicht betrogen, die Frau aber wurde betrogen und fiel in Übertretung. 15 Sie wird aber durch das Kindergebären hindurch gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.

Dieser Text enthält die Aufforderung an die Frauen, sich nicht mit äußerem Schmuck sondern mit inneren Werten als gläubige Frauen identifizieren – eine eigentlich selbstverständliche Angelegenheit, die sinngemäß natürlich auch für den christlichen Mann gilt. In Vers 11 versteckt sich in der Tat etwas revolutionäres: die Frau soll(!) lernen, d.h. sie soll der gleichen Ausbildung (in der Gemeinde) teilhaftig werden, wie der Mann. Hier ist übrigens nicht nur von verheirateten Frauen die Rede! Dass Schüler und Schülerinnen sich ruhig im Unterricht verhalten und sich nicht als Lehrer darstellen sollen, ist nicht nur zweckdienlich sondern geradezu selbstverständlich. Vers 12 gibt sich ebenfalls eindeutig: eine Frau soll in keinem Fall den Mann lehren oder in irgendeiner Weise über ihn herrschen. Dies ergibt sich aus den Folgen des Sündenfalls, wie Gott sie bestimmt hat (1. Mose 3,16).

Vers 15 lehrt natürlich nicht, dass Kindergebären automatisch zur Errettung einer Frau führt. Unbestreitbar aber ist die Tatsache, dass Frauen und nicht Männer gebären können und dass Frauen in der Kindererziehung eine einzigartige Stellung einnehmen. Sie sind es, die die frühkindliche Entwicklung am meisten prägen und daher haben sie auch die größte Verantwortung, hier schon den Samen zu legen, damit aus ihren Kindern einmal gottesfürchtige Menschen werden. Es war eine Frau, die die Menschheit in die Sünde führte, es ist aber auch die Frau, die am ehesten dazu beitragen kann, dass viele gerettet werden.

Was sehen wir aus alledem?

Die Bibel legt Zeugnis darüber ab, dass Frauen sehr wohl sehr viel Verantwortung tragen und natürlich auch arbeiten dürfen (eben auch zum Broterwerb). Die Bibel legt ebenso Zeugnis darüber ab, dass Frauen gleichwertig mit dem Mann vor Jesus stehen. Die Bibel lehrt eindeutig, dass Frauen keine Gemeindeleitung übertragen werden darf. Sie darf im Umkehrschluss zum Lehrverbot gegenüber Männern natürlich andere Frauen und vor allem Kinder lehren (eine ihrer gewiss vornehmsten Aufgaben). Selbstverständlich darf die Frau auch Leitungsaufgaben übernehmen, solange in ihren Verantwortungs­bereich keine Männer fallen. Die Position der Bibel ist hier eindeutig und erklärt sich von der Schöpfungsordnung her.

Ein Wort zur Emanzipation: Natürlich konnte es nach jahrhundertelanger (unbiblischer!) Unterdrückung der Frau nicht ausbleiben, dass diese sich eines Tages organisieren würden, um mehr Rechte einzufordern. Bis zu einem gewissen Punkt ist dies auch völlig berechtigt. Nur eines sind Männer und Frauen eben nicht: gleich. Sie unterscheiden sich in Physis und Emotionalität. Und diesen Unterschied möchte ich als Mann auf jeden Fall gewahrt wissen.

Denn wir Männer brauchen zur Ergänzung eine Frau. So hat Gott uns geschaffen. Ohne Frau sind wir unvollständig und auch zu mancherlei einfach unfähig. Eingedenk der Schöpfungsordnung können wir uns natürlich einfach zurücklehnen und auf unserem Recht beharren. Das aber darf gerade nicht unsere Einstellung sein. Wir sind es nämlich, die sich am Ende vor Gott für unsere Frauen und Kinder verantworten müssen. Wir haben die Last der Leitung einer Familie auf unseren Schultern. Und wenn wir diese Last in biblischer Weise auf uns nehmen und verteilen, dann handeln wir recht. Gedenken wir daher an 1. Korinther 13, wo wir ein Vorbild der Liebe sehen, die wir unseren Frauen entgegenbringen sollen. Der Anspruch ist gewiss hoch, aber nur im Streben danach können wir gewiss sein, den Willen des Herrn zu tun.

Das Hohelied der Liebe

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen1 und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Advertisements

Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

Monatsarchiv

%d Bloggern gefällt das: