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Gemeinde

I – Gottesdienstgestaltung – Was ist eigentlich Gottesdienst?

Römer 12,1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Gottesdienst ist also keineswegs auf Sonntag Morgen (oder Samstag Abend) beschränkt, sondern bedeutet vollständige Hingabe des eigenen Daseins an Gott.

Wenn eine Ortsgemeinde Gottesdienst ‚feiert‘, so ist damit eine Veranstaltung in der Woche gemeint, wo alle Gemeindemitglieder zusammen kommen, um dem Herrn die Ehre zu geben, Gemeinschaft zu haben, Lob, Dank und Bitten zu teilen, sowie das Abendmahl zu feiern.

In 1. Korinther 14,26ff wird eine Form eines solchen Gottesdienstes beschrieben: Psalm, Lehre, Offenbarung, Zungenrede und Auslegung sind die Bestandteile dieses Gottesdienstes, der zur Erbauung geschehen soll.

Ein Psalm ist ein Lied zur Ehre Gottes. Das Singen von Liedern war schon unter den Juden üblich und wurde in den christlichen Gottesdienst mit übernommen. Luther sagte: wer singt, betet doppelt.

Lehre ist in seiner einfachsten Form die Verlesung eins Teils der Bibel. Denn

Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit (2. Timotheus 3,16).

Offenbarung ist das Erschließen von etwas bisher Verborgenem, im Christentum also die Enthüllung göttlicher Wahrheiten oder göttlichen Willens.

Zungenrede meint Sprechen in Sprachen, die dem Sprechenden nicht geläufig sind.

Auslegung ist die Erklärung des biblischen Textes anhand biblischer Auslegungsgrundlagen.

Somit besteht ein Gottesdienst aus Gesang, Bibellese, Auslegung und Offenbarung (sofern vorhanden). All dies kann in einer beliebigen, meist aber abgestimmten Reihenfolge und Häufigkeit geschehen. Alles soll aber zur Erbauung (Ermutigung, geistlichen Aufrichtung) dienen.

Das Abendmahl (Herrnmahl) oder auch Brotbrechen ist ein besonderer Bestandteil eines solchen Gottesdienstes. Hierbei wird nach 1. Korinther 11 des letzten Abendmahles Jesu mit seinen Jüngern gedacht:

23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, 24 dankte und brach’s und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. 26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. 27 Wer nun unwürdig von dem Brot isst oder aus dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn. 28 Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so esse er von diesem Brot und trinke aus diesem Kelch. 29 Denn wer so isst und trinkt, dass er den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selber zum Gericht.

Es ist nicht vorgeschrieben, wann oder wie oft diese Gedenkfeier stattzufinden hat. Wohl aber enthält unser Text in Vers 27 eine Vorschrift darüber, wer dieses Abendmahl halten darf.

Wer aber ist nun würdig? Ganz sicher diejenigen, die im Glauben an den Herrn stehen. Letztlich ist es aber der Gewissensentscheidung des Einzelnen überlassen, ob er teilnimmt oder nicht.

Eine Gemeinde hat aber darauf zu achten, dass möglichst kein ‚Unwürdiger‘ aktiv am Mahl teilnimmt. Daher ist es angeraten, vor dem Abendmahl o.a. Text zu lesen und zu erläutern. Insbesondere sollten auch Eltern von (kleinen) Kindern die Würde des Abendmahls achten und nicht etwa ein Stück Brot ihren Kindern geben, nur weil diese darum betteln.

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