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Gemeinde

Irrlehren

  Nach Judas 4-16 werden Irrlehrer wie folgt charakterisiert:

  • sie schleichen sich in die Gemeinde ein – sie tun also ganz harmlos und passen sich den örtlichen Gepflogenheiten an
  • sie sind gottlose Menschen.
  • sie münzen Gnade und Freiheit in Erlaubnis zu Unmoral um – indem sie tun, was ihnen gerade einfällt und sich dabei nicht hinterfragen.
  • sie verleugnen Jesus als obersten Herrscher und Herrn – und meinen vielleicht, sie hätten selbst noch Macht über ihr Leben.
  • sie ähneln unheiligen Engeln, die sich gegen Gott auflehnen und von Ihm bestraft werden – wie einst Satan und sein Gefolge.
  • sie verunreinigen ihren eigenen Körper – mit Unzucht, Drogen o.ä..
  • sie verachten jede Herrschaft – sind also z.B. aufsässig gegen die Gemeindeleitung.
  • sie lästern über himmlische Wesen – in denen sie ihnen z.B. Eigenschaften absprechen.
  • sie reden aufgrund von Unwissenheit beleidigend – nehmen also keine Rücksicht auf die Gefühle anderer.
  • sie sind gottlose Männer, die eine schwere Strafe verdienen – die schwerste Strafe, die eine Gemeinde verhängen kann, ist der Gemeindeausschluss.
  • sie sind Querulanten und suchen ständig nach Fehlern.
  • sie sind prahlerische Schmeichler – kokettieren also mit anderen und sagen nicht die Wahrheit.
  • sie folgen ihren eigenen üblen Begierden – z.B. eine Spielsucht.
  • sie verursachen Spaltung und Streit.

Petrus verwendet die wohl deutlichsten Worte in der gesamten Heiligen Schrift (Petrus 2,1-22), als er die falschen Lehrer anprangert, da sie

  • verderbliche Sekten einführen.
  • den Herrn verleugnen, der sie erkauft hat.
  • in Ausschweifungen leben.
  • aus Habsucht Menschen mit betrügerischen Worten ausbeuten wollen.
  • jede Herrschergewalt verachten.
  • über das lästern, wovon sie nichts verstehen.
  • die Gemeinschaft verderben.
  • die nicht gefestigten Seelen zur fleischlichen Lust verführen.
  • Freiheit versprechen doch zur Sklaverei unter der Sünde führen.
  • stolze Worte reden, hinter denen nichts ist.
  • wieder in die Apostasie verfallen.
  • aus Geldgier und zum persönlichem Vorteil lehren.

Nach 1. Johannes 1,5 – 2,29 wissen wir, dass wir Christus wirklich kennen, wenn wir

  • Seine Gebote befolgen.
  • leben wie Jesus lebte.
  • uns gegenseitig lieben.
  • wir in der Wahrheit wachsen: ob wir nun Kinder, junge Männer oder Väter im Glauben sind.
  • die Welt und ihre üblen Begierden nicht lieben.
  • den Geist des Antichristen erkennen, der die Wirklichkeit Jesu leugnet.
  • für die Einsicht auf die Salbung und die Lehre durch den uns innewohnenden Heiligen Geist vertrauen.
  • uns von Irrlehren nicht vom rechten Weg abbringen lassen.
  • das Rechte tun.
  • Unsere Lebensweise und unsere Handlungen beweisen, ob unsere Behauptung, Christus zu kennen, wahr ist.

Aus alledem folgt, dass Irrlehren oder Sonderlehren keinen Platz in der Gemeinde haben dürfen. Irrlehrer können sowohl Gemeindeglieder als auch Diakone oder Leiter sein. Sie können auch von außerhalb auf die Gemeinde einwirken. Ein Amt schließt nicht aus, dass der Inhaber des Amtes irregeleitet ist. Daher ist die vorgenannte Verantwortung eines jeden Gemeindemitgliedes für seine Gemeinde gar nicht ernst genug zu nehmen. Jeder Gläubige muss imstande sein, Irrlehre zu erkennen. Dies geschieht anhand profunder Bibelkenntnis durch die Leitung des Heiligen Geistes. Daher muss die Bibel unser ständiger Begleiter im Leben und besonders in der Gemeinde sein.

Erinnern wir uns an 2. Timotheus 3,16:

Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt.

und an 5. Mose 6,6-7:

»Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst«.

und auch an Offenbarung 22,18+19:

18 Wer auch immer die prophetischen Worte dieses Buches hört, den warne ich nachdrücklich: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott all das Unheil zufügen, das in diesem Buch beschrieben wurde. 19 Und wer etwas von diesen prophetischen Worten wegnimmt, dem wird Gott auch seinen Anteil an den Bäumen des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind.

ebenso 5. Mose 4,2:

2 Fügt meinen Worten nichts hinzu, und lasst nichts davon weg! Haltet euch an alle Gebote des Herrn, eures Gottes, die ich euch weitergebe.

und 5. Mose 13,1:

1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun; du sollst nichts zu ihm hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen!

und Sprüche 30,6:

6 Tue nichts zu Seinen Worten hinzu, damit Er dich nicht bestraft und du als Lügner dastehst!

sowie Jeremia 26,2:

2 So spricht der Herr: Stelle dich auf im Vorhof des Hauses des Herrn und rede zu allen Städten Judas, die kommen, um anzubeten im Haus des Herrn, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen; nimm kein Wort davon weg!

Sind dies nicht genug Warnungen, am Wort des Herrn (und das ist der Name für unser Bibel) kein noch so kleines Stück zu entfernen oder zu verändern?

In Matthäus 5,17.18 lehrt und bekräftigt Jesus eindringlich:

17 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Somit hat Jesus die Wahrheit und Gültigkeit des Alten Testamentes voll und ganz bestätigt. Ich zolle jedem Übersetzer und auch den frühen Abschreibern der Bibel großen Respekt, wenn sie sich an diesen Text heranwagen. Wer dennoch keiner Übersetzung traut, muss sich der Ursprachen Hebräisch und Griechisch bemächtigen und den Grundtext lesen, der durch viele wissenschaftliche Untersuchungen in aller Welt und das Zusammentragen aller vorhanden Textfragmente aktuell zu fast 100% gesichert ist.

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