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Gemeinde

E – Ordnung muss sein – Mitgliedschaft

Das Neue Testament legt klar Zeugnis darüber ab, dass der weltweiten Gemeinde Jesu Christi die angehören, die glauben und sich taufen lassen. Glaube und Taufe gehören also zusammen. Freilich ist nur der Glaube heilsnotwendig, denn Jesus versprach dem Übeltäter am Kreuz das Paradies, ohne dass dieser sich hätte taufen lassen. Somit sollte also eines völlig klar sein: Glaube ist die Grundvoraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Ortsgemeinde.

Ich kann nachvollziehen, dass manche Ortsgemeinden die Taufe ebenfalls als zwingende Voraussetzung für eine Mitgliedschaft betrachten, denn so ist man nicht nur auf das mündliche Zeugnis des Aspiranten angewiesen, sondern weiß, dass dem bereits Taten gefolgt sind. Dies gibt ein wenig mehr Sicherheit. Eine Garantie ist auch das nicht, denn ins Herz schauen können wir niemandem.

Die Evangelien legen aber dar, dass ein gläubiger Mensch auch Frucht seines Glaubens bringt. Diese Früchte sind Früchte des Heiligen Geistes, der in jedem Gläubigen wohnt. In Johannes 3,36 wird Gehorsam gegenüber dem Evangelium gefordert. Dieses Evangelium fordert von uns aber auch:

Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Matthäus 28,19).

Darum handeln wir ungehorsam, wenn wir Menschen, die zum Glauben kommen, nicht taufen, und handeln ebenso ungehorsam, wenn wir als Gläubige die eigene Taufe verweigern. Wer hier noch einen dedizierten Ruf erwartet, stellt sich außerhalb des Evangeliums.

Auch über die Form der Taufe gab und gibt es viel Diskussion. Ich denke, dass hier das griechische Wort baptízein (βαπτίζειν) eindeutig ist. Es bedeutet Eintauchen bzw. Untertauchen. Ein Besprengen mit einigen Tropfen Wasser ist damit nicht gemeint.

Der Zeitpunkt einer Taufe ist abhängig von dem jeweiligen Menschen und seinem Erkenntnisstand. Es lässt sich nicht generell sagen, dass nur Menschen ab einem bestimmten Alter getauft werden können. Da Taufe aber Antwort auf den Glauben ist, kann sie nur geschehen, wenn der Täufling glaubhaft versichern kann zu glauben. Das schließt zumindest eine Säuglings- oder Kleinkindertaufe aus. Es schließt auch aus, dass eine früher empfangene unbiblische Taufe als gültige Taufe im Sinne des Evangeliums nach-akzeptiert wird.

Wer sich für Jesus Christus entscheidet und Sein Sühneopfer am Kreuz von Golgatha für sich selbst annimmt, muss sich auch der Konsequenzen bewusst sein. Ein Christ ist dem Machtbereich Satans – also der Welt – entrissen und steht unter der Macht Gottes. Damit steht er zeit seines Lebens unter dem Beschuss Satans, der ihn wegen seines Glaubens bedrängen wird. Diese Bedrängnis fängt für Angehörige von Kirchen, die ein falsches Evangelium verbreiten, bereits bei ihrem ersten Glaubensschritt an. Sie müssen die gewohnte geistliche Umgebung verlassen, um echte Gemeinschaft mit wiedergeborenen Christen haben zu können. Ein Verbleib in der alten Kirche verträgt sich nicht mit der Gemeinschaft unter wiedergeborenen Christen.

Wohl dem, der nicht in einer wirtschaftlichen Abhängigkeit von seiner alten Kirche lebt, also z.B. dort in der Verwaltung angestellt ist. Dann bedeutet der Austritt möglicherweise auch den Verlust des Arbeitsplatzes. Wenn es hier nach möglicher Ausschöpfung arbeitsrechtlicher Schritte keine andere Möglichkeit gibt, so wird Gott in Seiner Gnade den Menschen, den er gerade aus den Klauen Satans befreit hat, nicht im Stich lassen, sondern ihm einen Ausweg geben. Gott prüft uns nicht über unser Vermögen hinaus. Er rettet uns nicht, um uns dann dem Verderben preis zu geben. Er weiß, was wir benötigen:

Matthäus 6,24 Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. 25 Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie? 27 Wer ist unter euch, der seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat.

Menschen, die eine solch existentielle Entscheidung zu treffen haben, sollten sich bewusst sein, dass sie eine weit aus existentiellere bereits getroffen haben: sie haben den ewigen Tod gegen das ewige Leben eingetauscht. Was gibt es größeres? Und was kann jemandem geschehen, der das ewige Leben hat? Nichts!

1. Korinther 15,54 Der Tod ist verschlungen vom Sieg. 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?

Dahinter treten alle anderen vermeintlichen Bedürfnisse zurück.

Gott will uns nicht der Welt entreißen und uns sogleich in ein irdisches Unglück stürzen. Wohl will er uns prüfen und darum sollte auch jeder Glaubensschritt wohl überlegt sein. Dabei aber darf niemals außer Acht gelassen werden, dass dem Herrn alles möglich ist und:

Römer 8,28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluß berufen sind

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Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

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