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Gemeinde

P – Zurüstung – Erwachsene

Wer neu zum Glauben kommt, ist nicht gleich ein fertiger Christ. Er ist einem neugeborenen Kind gleich, das viel Anleitung braucht und sicherlich auch noch viele Schritte in die falsche Richtung unternimmt. So wie die Evangelisation vom Vorbild des Evangelisten lebt, so muss der so Evangelisierte bei seinen ersten Glaubens­schritten begleitet werden, damit aus ihm ein brauchbarer Jünger des Herrn wird. Dies kann in einer Kleingruppe geschehen (die nicht notwendigerweise der üblichen Hauskreis ist) oder in Form einer gemeindeinternen Bibelschule. Hierzu gibt es diverse Ansätze, die die einzelne Gemeinde selbst prüfen muss. Jedoch muss niemand das Rad neu erfinden, denn es gibt z.B. von Jean Gibson: Training im Christentum, welches wesentliche Fragen des Christseins in 5 Stufen behandelt und wirklich nicht teuer ist.

Hier gilt wie bei den Ältesten nicht die Regel, dass nur Ältere die Jüngeren lehren können. Wie wir am Beispiel des Timotheus sehen, kann auch ein junger Mann leitende und lehrende Funktionen übernehmen.

Eine Gemeinde sollte stets ein solches Angebot im Portfolio haben, denn wer behauptet, er habe ausgelernt, steht in der Gefahr, wenig oder gar keine Frucht mehr für den Herrn zu bringen. Insbesondere solchen, die ein diakonisches Amt in der Gemeinde anstreben, sei ein solcher Kurs vorab ans Herz gelegt.

Schließlich sollte jeder, der ein treuer Diener des Herrn sein will, sein Handwerkszeug kennen und benutzen können.

Werfen wir einen Blick auf die geistliche Waffenrüstung, wie sie im Brief an die Epheser beschrieben wird:

6,10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 6,11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 6,12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 6,13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 6,14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, 6,15 und an den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens. 6,16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 6,17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 6,18 Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen 6,19 und für mich, daß mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 6,20 dessen Bote ich bin in Ketten, daß ich mit Freimut davon rede, wie ich es muß.

Diese Waffenrüstung dient dazu, gegen Satan selbst zu bestehen. Sie besteht aus Wahrheit, Gerechtigkeit, Glauben, Heil und dem Wort Gottes. Wahrheit, Gerechtigkeit, Glauben und Heil sind dabei reine Defensivwaffen, die dem passiven Schutz des geistlichen Kämpfers dienen. Wer die Wahrheit liebt, Gerechtigkeit übt, den Glauben bewahrt und das Heil hat, ist vor den Angriffen des Satans sicher. Keine seiner Waffen kann dem so Geschützten etwas anhaben.

Die einzige aktive Waffe ist das Wort Gottes. Die passiven Waffen schützen uns, nicht aber andere. Wenn wir andere vor dem Satan beschützen wollen, so benötigen wir eine wirksame Waffe dafür. Am Beispiel von Jesu Versuchung in der Wüste sehen wir, wie effektiv diese Waffe einsetzbar ist. 3 Mal hat der Satan angegriffen und 3 Mal hat Jesus mit Gottes Wort pariert, so dass der Satan dem nichts entgegenzusetzen hatte und schließlich aufgeben musste.

Und so gilt es auch für uns: wir können andere, insbesondere Ungläubige nicht durch irgendwelche Lebensregeln oder Gesetze vor dem Satan schützen, sondern nur durch Gottes Wort. Wir können Gottes Wort aber nur effizient einsetzen, wenn wir es wirklich gut kennen und uns der wesentlichen Glaubensaussagen sicher sind.

Nehmen wir allein die 3 ‚Schläge‘, die Jesus gegen Satan geführt hat:

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“

Das Wort Gottes ist unsere geistliche Nahrung, wie es das Manna für das Volk Israel in der 40-jährigen Wüstenwanderung war. In den Evangelien bemerken wir an einigen Stellen, dass Jesus nach einem arbeitsreichen Tag sich zurückzog an eine einsame Stelle, um zu beten. Dieses Gebet dauerte meist die ganze Nacht. Am anderen Morgen war Jesus wieder topfit und konnte Seinen Dienst fortführen. Das ist die Macht des Wortes Gottes.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“

Genausowenig wie Gott uns versucht, dürfen wir Ihn nicht versuchen. Wir können uns nicht mit all unserer Heilsgewissheit todesmutig in ein Abenteuer begeben, dass uns sicher Kopf und Kragen kosten wird, und blind darauf vertrauen, dass der Herr es gut werden lässt. Wir können mit Gott keinen Kuhhandel abschließen.

„Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen“

Auch hier gibt es wieder eine Ausschließlichkeitsklausel: Gott allein! Niemand anderes ist es würdig, unser Herr zu sein und niemand anderes Diener sollen wir sein. Unser ganzes Leben soll Ihm geweiht sein.

Satan hat Jesus an 3 ganz zentralen Stellen angegriffen und Jesus hat diesem mit ebenso zentralen Wahrheiten gekontert und so den Angriff vollständig abgewehrt.

Um solche Zusammenhänge zu verstehen und sie gewinnbringend im eigenen wie auch im Leben anderer benutzen zu können, ist eine genaue Kenntnis der Heiligen Schrift unabdingbar. Und hier genügt eben zuweilen das reine Lesen – auch wenn es wiederholt geschieht – nicht immer. Manchmal müssen einem jeden von uns erst die Augen über ein paar Dinge geöffnet werden, bevor wir echten Gewinn aus der Schrift ziehen können.

Markus 1,35 Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.

Markus 6,46 Und als er sie fortgeschickt hatte, ging er hin auf einen Berg, um zu beten.

Lukas 5,16 Er aber zog sich zurück in die Wüste und betete.

Lukas 6,12 Es begab sich aber zu der Zeit, dass er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott.

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Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

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