//
du liest...
Gemeinde

O – Zurüstung – Kinder und Jugendliche

Nicht nur Eltern, sondern gerade auch Mitarbeitern in Kinder- und Jugendgruppen seien die folgenden Verse ans Herz gelegt:

»Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst« (5Mo 6,6-7).

Schon zu Zeiten Moses war die Lehre der Schrift wichtigster Bestandteil einer jeden Erziehung. Kinder sollen sie eingeschärft bekommen, wann und wo immer es möglich war. Dabei ist einschärfen nicht mit sturem Auswendiglernen oder Einprügeln zu verwechseln. Als Christen haben wir die Verantwortung für unsere Kinder, wir sind diejenigen, die sie auf den rechten Weg bringen sollen. Wenn wir Christsein glaubhaft leben wollen, sollten da nicht unsere Kinder merken, wie wichtig uns das Evangelium ist? Dass es nichts anderes außer dem Wort Gottes in unserem Leben gibt? Lieben wir unsere Kinder nicht genug, um sie eindringlich mit dem Wort Gottes vertraut zu machen?

Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. Psalm 51,7

Kinder sind nicht unschuldig (wohl aber noch schuldunfähig), denn sie sind in eine sündige Welt hineingeboren. Sie sind dem Einfluss der Sünde schutzlos ausgeliefert, wenn wir nicht für einen ausreichenden Schutz sorgen. Warum also nicht Kindern aus der Bibel vorlesen oder sie Verse auswendig lernen lassen? Warum sie nicht am Gottesdienst teilhaben lassen? Wir sind ihre Vorbilder, von denen sie lernen müssen.

Zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn! Epheser 6,4

Dieser Vers enthält einen sehr wichtigen Bestandteil: des Herrn. Es ist also nicht unserem Gutdünken oder unserer aktuellen Stimmung überlassen, wie wir unsere Kinder erziehen, sondern dem Herrn. Hierin eingefasst sind konsequentes Handeln, Disziplin und stete Unterweisung, damit die Kinder die Gebote des Herrn als Grundlage ihres gesamten Lebens, aller Gottseligkeit und allen Segens kennen- und lieben lernen.

Züchtige sie, wenn sie Böses tun (Spr 23,13-14).

Wer die Bibel eifrig liest, wird feststellen, dass Gott Sein auserwähltes Volk Israel über alles liebt. Er wird aber auch feststellen, dass Gott Sein Volk straft, wenn es nicht gehorsam ist. Diese Strafen reichen bis zur Vernichtung vieler Tausend Menschen. Dies geschah bei der Wüstenwanderung zur Reinigung des Volkes und später im Königreich Israel, weil Gott den Ungehorsam Seines Volkes aufgrund Seiner Verheißungen nicht ungestraft lassen konnte.

Nun verbinden viele Zucht mit Körperstrafe, aber eigentlich geht es um Disziplinierung. Welche Mittel hier zur Anwendung kommen, obliegt der Entscheidung der Eltern. Es muss aber klar sein, dass Fehlverhalten Ermahnung und schließlich Strafe zur Folge haben muss.

Solche Strafen sollten freilich nicht mit den Grundbedürfnissen der Kinder kollidieren: Essensentzug oder erzwungenes Schlafengehen gehören nicht in das Strafrepertoire, ebensowenig Liebesentzug oder Nichtachtung. Als valide Beispiele seien hier nur einige genannt: in der Ecke stehen, Verrichten von zusätzlicher Hausarbeit, Entzug von Vergünstigungen wie z.B. Fernsehen, bestimmte Spiele, Besuch von anderen Kindern etc. Jede Bestrafung muss als oberstes Ziel die Einsicht des Kindes in sein Fehlverhalten fördern sowie eine Korrektur dieses Fehlverhaltens hervorbringen. Viele Eltern werden hier vielleicht experimentieren müssen, um den richtigen Weg zu finden.

Und reize sie nicht zum Zorn (Kol 3,21).

Kinder können uns zur Weißglut treiben; das ist jedem von uns – wenn nicht aus eigener Anschauung, so doch aus Erzählungen – bekannt. Aber weder dürfen wir uns dermaßen reizen lassen, noch sollen wir unsere Kinder in dieser Form reizen. Wir sollen schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn sein (Jakobus 1,19).

»Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer« (Lk 6,40).

Niemals dürfen wir es zulassen, dass unsere Kinder sich über uns stellen. Nicht sie bestimmen ihren Lebensablauf, sondern wir. Mit zunehmendem Alter können Kinder mitbestimmen, aber das letzte Wort verbleibt bei den Eltern.

Nur wenn wir unsere Vorbildfunktion auch ausfüllen und uns selbst der Zucht des Herrn unterstellen, können wir unsere Kinder im Herrn erziehen. Wir dürfen ihnen das Wort Gottes nicht vorenthalten und sollten auch bei jeder Maßregelung eine treffende Bibelstelle zur Hand haben.

So ist auch klar, dass nur solche Menschen Kinder- oder Jugendarbeit leisten können, die sich mit diesen Grundregeln in ihrem eigenen Leben auseinandergesetzt und sie zu ihren Grundsätzen gemacht haben.

Es erscheint auch völlig klar, dass eine solche Erziehung nicht von Gleichaltrigen ausgeführt werden kann oder von wenig Älteren, denen einfach die Lebenserfahrung fehlt. Allein das Durchlaufen der Kinder- und Jugendgruppen einer Gemeinde befähigt noch nicht dazu, später einmal selbst diesen Dienst alleinverantwortlich zu übernehmen. Bei der Auswahl gelten die gleichen Richtlinien, wie bei der Auswahl der Ältesten.

Advertisements

Über Michael Richter

please see personal pages on my blog

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

Monatsarchiv

%d Bloggern gefällt das: