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Himmel – 3 verschiedene

Da lächelten mich letztens aus einem Regal 3 Filme an, die im Titel das Wort Himmel enthielten. Sie riefen: „kauf mich“, was noch durch den günstigen Preis unterstrichen wurde.

Mir war klar, dass ich hier nix theologisches finden würde, und Vorstellungen vom Himmel gibt es ungefähr soviele wie es Menschen gibt. Daher hier einmal eine kleine Auswahl zum besseren Verständnis.

Film Nr. 1:
Wie im Himmel

Ein Star-Musiker erleidet einen Total-Zusammenbruch und zieht sich in sein Heimatdorf zurück, wo er schließlich den örtlichen Kirchenchor zu ungeahnter Größe führt. Vordergründig geht es um die Musik, aber eigentlich um die Entdeckung der Liebe, sowohl die der Zweisamkeit als auch die unter den Menschen im allgemeinen. Der Star-Musiker kennt nämlich beides nicht, aber in seinem tiefsten Inneren sehnt sich sein Herz danach. Bisher blieb seine Suche erfolglos, weil er das, was er suchte, in der Musik zu finden hoffte. Erst als er beginnt, sich auf Menschen einzulassen, wird sein Herzenswunsch erfüllt.

Das ist also der Himmel auf Erden, der sogenannte. Liebe zu den Menschen als Allheilmittel für alle Probleme. Ohne Gott ist dies nicht mehr als ein weiterer, esoterischer Ansatz. Wo allerdings die Kirche (hier in Gestalt des örtlichen Pastors) versagt, haben die Menschen kaum eine Chance, das Evangelium in seiner wahren Größe kennenzulernen.

Film Nr. 2:
In meinem Himmel

Ein junges Mädchen wird ermordet und beeinflusst aus dem Jenseits die Ermittlungen zu ihrem Tod. Insbesondere kann es den Vater nicht loslassen, der so besessen wird von der Idee, den wahren Mörder seiner Tochter zu finden. Herrliche Bilder entführen den Zuschauer in eine fantastische Zwischenwelt und lassen den alten Aberglauben an die (aktiven!) Geister der Verstorbenen wieder lebendig werden. Wie wir jedoch schon aus dem 1. Buch Samuel wissen, ist das Aufwecken der Toten dem Herrn zuwider. Ebenso sagt die Bibel nichts darüber, dass die Toten irgendeinen Einfluss auf die Lebenden nehmen.

So ist dieser Film nichts weiter als die Fortsetzung eines Aberglaubens, den jeder vernünftige (weil wissenschaftsgläubige) Mensch ablehnen würde, den er aber gerne dann aus dem Hut hervorzaubert, wenn seine eigene Welt aus den Fugen gerät und er in Erklärungsnot kommt.

Film Nr. 3:
Die 5 Menschen, die dir im Himmel begegnen

Ja, dazu gibt es auch ein Buch, nach dem dieser Film entstanden ist. All die Fragen, die du in deinem Leben je gehabt hast, werden nach deinem Tod von den Personen deiner Vergangenheit erklärt und erst dann kannst du wirklich im Himmel Einzug halten. Auch hier haben wir es wieder mit einer Zwischenstation zwischen Tod und Himmel zu tun. Die Botschaft lautet: wie nutzlos dein Leben auch immer gewesen sein mag, es hatte einen tieferen Sinn. Da mag wohl etwas Buddhismus mitschwingen, vor allem aber die Hoffnung darauf, dass das eigene (selbstsüchtige!) Leben doch zu irgendetwas gut war – sozusagen die posthume Beruhigung des Gutmenschen, der scheinbar nichts zustande gebracht hat.


Als Christen können wir über solche Vorstellungen freilich nur den Kopf schütteln, denn aus der Offenbarung des Johannes kennen wir Gottes neue Welt, in die wir nach dem Tod eingehen werden und wir kennen auch das Gericht, dem all jene anheimfallen werden, die den oben genannten Vorstellungen anhängen und damit Gott verleugnen.

Dennoch müssen wir uns beim Gespräch mit den Ungläubigen auf genau solche Vorstellungen vorbereiten und sie nicht einfach als Spinnerei abtun. Solche Vorstellungen haben ihren Ursprung in der Verneinung Gottes, wobei allerdings die Sehnsucht nach Gott tief im Herzen bestehen bleibt. So ‚basteln‘ sich die Menschen denn einen Himmel, der ihren ganz persönlichen Wünschen entspricht und in dem sie sich glücklich fühlen würden. Also dürfen wir solche Vorstellungen  als Ausgangspunkt einer hoffentlich fruchtbaren Diskussion ernst nehmen, um unserem Gegenüber zu erläutern, dass der Himmel mehr ist als ein Traum, sondern die Erfüllung all dessen, was Gott uns je verheißen hat.

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