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Wegweiser

Heiligkeit (1)

Wie werde ich heilig? Was bedeutet heilig sein überhaupt? Bin ich nicht schon heilig? Oder gibt es noch eine besondere Heiligung?

Nun, vor Gott sind wir alle, die wir Ihn bekennen und Jesu Kreuzestod als Sühnung für unsere Sünden anerkennen, gerecht gesprochen. In Gottes Augen sind wir also heilig: besonders, abgetrennt von der Welt.

So wie aber ein Kind nicht so perfekt ist wie sein Vater, so sind auch wir in unserer „Besonderheit“ nicht perfekt. Wir werden zu Lebzeiten auch nie perfekt sein. Wir sollen aber dieses ‚perfekte‘ anstreben. Wie prüfe ich also meinen irdischen Zustand des heilig-seins, wie kann ich mich selbst mehr heiligen?

Man kann hier 2 Methoden anwenden: die eine nenne ich mal top-down-Methode. Hier schaue ich mir jeden Bereich meines Lebens an und prüfe ihn anhand der Bibel. Je weiter ich diese Methode verfolge, desto mehr Bereiche werde ich entdecken, die nicht heilig sind, wo ich selbst noch an einer Sünde ‚festklebe‘ oder wo ich mir selbst auch noch gar nicht sicher bin, inwieweit mich das von Gott trennt. – Dies ist immer ein Erkennungszeichen von nicht-heilig-sein: etwas, das mich von Gott trennt. Er hat uns für Sich abgesondert und will uns trennen von der Welt. Wo wir uns aber von Gott trennen, fallen wir in Sünde. Die top-down-Methode hat den Vorteil, dass man schrittweise vorgehen kann und so Erfahrungen in Heiligung sammelt, indem man in jedem Bereich die Sünde ausmerzt. Aber es scheint nie zu einem Ende zu kommen.

Die andere Methode will ich bottom-up-Methode nennen. Hier brauche ich einen festen Bezugspunkt, der als Grundlage und Endpunkt aller Heiligkeitsbestrebung dient. Dieser Punkt kann nur Jesus sein. Was tat Jesus, als er unter Seinem Volk wandelte? Er legte die Schrift aus, er heilte, er ermahnte, er lehrte, er betete. Er war eigentlich immer unterwegs in Seinen letzten 3 Erdenjahren und Er versah Seinen Dienst an uns unermüdlich. Die Apostel und die weiteren Jünger taten es Ihm anschließend gleich. Das sollte dann also die heiligste Form irdischen Lebens sein. Alles, was nicht unter die aufgezählten Tätigkeiten fällt, ist also potentiell Sünde.

Aber ich muss doch arbeiten, um Geld für meine Familie zu haben! Und ich brauche ein Auto, weil ich sonst 2 Stunden einfache Fahrt mit der Bahn unterwegs bin! Und ich brauche ein Dach über dem Kopf für mich und meine Familie! Und ich muss auch Zeit aufwenden für Einkauf, Hausputz, Schlafen, Körperpflege, Essen usw.!

Völlig richtig! Aber wie führe ich diese Dinge aus und wieviel Zeit verbringe ich damit oder dafür?

Wenn du lieber auf der Arbeit bist als daheim bei deiner Familie – überlege, was die Bibel dazu sagt!

Wenn du samstags lieber dein Auto wäschst, als mit deinen Kindern zu spielen – denke an die Worte Jesu!

Wenn du ständig dein Haus verschönerst und hier und da anbaust, statt das schöne Wetter mit deiner Familie zu genießen – lies mal wieder im Wort Gottes!

Und wenn du beim Einkaufen lieber Schaufenster guckst als den Vorrat für die kommende Woche aufzufüllen – bete um Besserung.

Vergelte Böses mit Gutem. Diene deinem Nächsten. Sei ein Friedensstifter. Ordne dich unter – dem Herrn, der Obrigkeit, der Gemeinde. Übe dich in Demut, Langmut und Sanftmut. Sei mutig – im Beten, im Hoffen, im Ausharren.

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Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

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