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Worte

Psalm 23

1 Ein Psalm Davids.
Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Voller Zuversicht wendet sich David an den Herrn. Er, der selbst jahrelang Hirte war, kennt die Verantwortung, die ein Hirte trägt. Daher ist für ihn der Vergleich mit dem Hirten absolut naheliegend. Damit erniedrigt er nicht etwa den Herrn zu einem Tagelöhner, sondern eher sich selbst zu einem Schaf, welches bekanntlich recht dumm ist. David weiß, dass sein ‚Hirte‘ es ihm an nichts mangeln lässt. Er ist absolut sicher unter den gütigen Augen des Herrn, Seinen helfenden Händen und Seiner gr0ßen Macht und Stärke.
2 Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.
Für das leibliche Wohl sorgt der Herr. Aber dieser Ausdruck geht darüber hinaus, wie der nächste Vers zeigt.
3 Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Auch für die Seele sorgt Gott allumfänglich und führt David auf dem schmalen Pfad der Gerechtigkeit. Warum tut Gott das? Weil Gott David Gnade erwiesen hat, weil Er ihm in Seiner Souveränität diese Zusage gemacht hat, weil Er ihm etwas geschenkt hat, um dessentwillen der Herr nun David so zugetan ist.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!
Auch in tiefster Not und Bedrängnis muss David nichts befürchten (dass er es doch tut, haben wir schon gelesen), denn auf den Herrn ist immer Verlass. (Das ist Teil unseres menschlichen Daseins: leiden wir keine Not, können wir Gott tiefstes – und ernst gemeinstes! – Vertrauen aussprechen; leiden wir dagegen große Not, schwindet unser Vertrauen ganz schnell dahin. Dann ist es gut, sich an das Vertrauen der guten Tage zu erinnern und zurück zum Herrn zu finden.) Der Stecken dient der Abwehr von feindlichen Tieren, der Stab ist Stütze für den Hirten und Führungsstab für auf Abwege geratene Tiere. Also sowohl die Abwehrkräfte Gottes als auch die disziplinarischen Kräfte des Herrn geben David Trost. Denn durch diesen Doppelklang ist er vor äußern und inneren Feinden geschützt.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.
Der Herr verschafft David Ruhe auch inmitten des übelsten Getöses der Feinde. David ist der Gesalbte des Herrn und das verschafft ihm diese Stellung vor Gott. Gott gibt im Überfluss, so dass nicht nur einfach die Not gelindert wird, sondern das Geschenk des Herrn (Segen in jeder Form; die Gnade der Errettung; das Heil) reicht weit darüber hinaus. Er ist nicht geizig, Er tut nicht nur das Nötige, sondern gibt mit vollen Händen und deckt so die Seinen zu mit Seiner Gnade.
6 Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Diese Güte und Gnade Gottes werden David ein Leben lang begleiten, ja, ihn regelrecht verfolgen. Er kann sie nicht abschütteln, Gott ist stets bereit, zu geben. Zu geben, wonach es dem Menschen am Meisten verlangt, zu geben, was der Mensch am Meisten benötigt – und das im Übermaß. Und dann – in der Ewigkeit – wird der so gerecht gesprochene beim Herrn wohnen dürfen. David ist also nicht nur für seine Lebenszeit voller Zuversicht und Vertrauen auf den Herrn, sondern auch darüber hinaus. Er weiß, dass mit dem leiblichen Tod nicht alles zu Ende ist, sondern er kann dank Gottes Gnade über sein Leben hinaus sehen und erkannt – wenn auch nur schemenhaft – was ihn dann erwartet.
David ist große Gnade widerfahren. Möge dieser Psalm auch uns heute ein Trost und Zuspruch sein.

Bibeltext aus Schlachter 1951

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