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Der Mensch unter der Gnade

Welchen Menschen begegnen wir tagtäglich? Wie vielen Menschen haben wir schon das Evangelium weiter gegeben, doch sie nahmen es nicht an? Da ist der Mensch, der sich über die Hölle lustig macht. Da ist der, welcher sich den Himmel auf Wolke 7 mit der Harfe in der Hand vorstellt. Da ist der von der Kirche Enttäuschte, der sich nicht vorstellen kann, dass die Kirche das Wasser, das rein aus der Quelle sprudelt, verschmutzt hat und er den Weg zur Quelle suchen muss. Da ist der nach dem Glauben Suchende, der Allah, Buddha, Shiva und das Nirwana schon gefunden hat, aber nicht den wahren Gott. Da ist der Einsiedler, der ora et labora in seinem Garten praktiziert, doch sich nicht mehr für die Menschen interessiert. Da ist der völlig Desinteressierte, der nichts mit dem Glauben, gleich wie er aussehen mag, zu tun haben will. Da ist der, der genau weiß, dass er so abgrundtief schlecht ist, dass kein Gott ihn mehr retten kann.

Wir leben in einem Land, in dem das Evangelium völlig legal und angstfrei an jeder Ecke gekauft werden kann. Jedes Jahr zu Weihnachten, Ostern, Kommunion, Firmung und Konfirmation wird sie sogar fleißig beworben. Aber nicht als heilsbringende Botschaft, sondern als DAS Geschenk überhaupt – das dann günstigstenfalls die nächsten 60 Jahre im Regal verstaubt. Und wer eine solche alte Bibel findet, dem ist sie nicht wegen ihres Inhaltes kostbar, sondern wegen ihres Alters oder einfach aus nostalgischen Gründen: „Die hat Opa gehört, die kommt nicht weg.“

Ist die Bibel denn eine Wegwerfware, ein schönes Schmuckstück, ein Buch unter Tausenden? Ist Gott unbarmherzig, treulos und brutal? Ist das alles nur der Witz eines antiken Standup-Comedians?

Wie schlecht war Paulus‘ Leben, bevor der Herr ihn mit Blindheit schlug? War Gott hart oder barmherzig gegen ihn? Können wir aus den Leiden, die er um Christi willen ertragen musste, eine Bestrafung herauslesen? Dann wäre Paulus diesen Strafen gegenüber immun gewesen, denn stets hat er sie mit Freuden getragen, ohne Reue und Scham. Petrus und Johannes haben sich nach ihrer ersten Verhaftung und Auspeitschung der Leiden erfreut, weil sie sie um Christi willen ertragen durften (Apostelgeschichte 5,41). Sie haben nicht die Frage gestellt, warum Gott dieses Leiden zulässt, denn der Herr hatte sie zuvor davor gewarnt (Lukas 6,22).

Was aber hindert jemanden, die Gnade des Herrn anzunehmen? Warum wehren sie sich dagegen? Hier kursieren viele falsche Vorstellungen.

  • „Die Gnade reicht nicht aus für meine Sünden.“ Hat aber der Herr jemanden ausgeschlossen, als Er sagte „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! (Mt 11,28)“? Ist Sein Tisch nicht überreich gedeckt: „Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. (Ps 23,5)“? Solche Menschen leben in einer falschen Verzweiflung in Bezug auf die Barmherzigkeit des Herrn. Sie halten sie für endlich, doch Christus ist gestorben für die Sünden der Welt. Hier gibt es keine Abgrenzung. Denn gäbe es eine Abgrenzung nach oben, gäbe es auch eine nach unten. Nicht umsonst operiert manche Religionsgemeinschaft mit Begriffen wie „lässliche Sünde“ oder „Notlüge“, die demzufolge erlaubt wäre. Doch jede Sünde ist immer auch ein Verstoß gegen das 1. Gebot, weil sie Gott erniedrigt und den Menschen erhöht, der sich durch die Sünde über Gottes Gebote stellt. Die Gebote dienen zur Erkenntnis der Sünde und nicht als grobe Richtschnur für ein gottgefälliges Leben.
  • Andere meinen, sie könnten bequem weiter den Weg der Sünde gehen, denn Gott sei doch so barmherzig, dass er sicher alle Sünden vergeben wird, wenn man dereinst vor Ihm steht. Es gibt aber weder eine Allversöhnung (also einen Schuldenerlass für alle Menschen) noch kann die Sünde nach der Erkenntnis des Evangeliums ungesühnt bleiben. Ein einmal für immer gibt es bei der Vergebung nur, wenn die Sünde nicht mehr begangen wird. Paulus macht das im Römerbrief (v6,1+2) ganz klar: „Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?“
  • Ebenso sind jene unter dem Gericht, die die Gnade einmal geschmeckt haben, sie aber doch und immer wieder ablehnen. Sie sind wie solche, die Wasser auf die Funken des glimmenden Dochtes schütten, während Christus doch bemüht ist, diesen Docht wieder herzustellen. Sie schließen den Herrn aus Teilbereichen ihres Lebens aus oder versagen sich völlig jeglichem Gehorsam. Babel wurde gerufen und verfiel dem Gericht (Jer. 51,9). Jerusalem wurde gerufen und wurde gebrandschatzt (Mt 23,37). Wer den Rat Gottes missachtet, den wird Er auslachen (Spr. 1,25f). Solchen ist nach dem Gemeindeausschluss oft ein weiteres Leben mit Christus verwehrt, weil sie aus freien Stücken die Entscheidung gegen Ihn getroffen haben.

Und somit sind auch wir aufgerufen, uns nicht in Lässigkeit oder gar Nachlässigkeit zu ergehen. Wir haben jede Freiheit, aber nicht alles, was wir tun können, dient uns zum Guten. Wir sollen den Geist nicht dämpfen (1. Thess 5,19). Denn das Werk Jesu an uns ist ein beständiges und treues. Er wird nicht nachlassen in Seinem Bemühen, den glimmenden Docht wieder herzurichten und das geknickte Rohr wieder aufzurichten. Diese Arbeit wäre doch völlig sinnlos, wenn wir mit unseren Sünden der Obhut Christi entwischen könnten. Wenn wir durch eigene Anstrengung solche Arbeit erledigen könnten. Wenn wir selbst entscheiden könnten, wie ein gottgefälliges Leben auszusehen hat. Alles kommt aus Christus und wir können dem nichts hinzufügen. Genauso wenig können wir Ihm Arbeit abnehmen, die nur Er vollbringen kann. Niemand gräbt ein Loch in die Erde, wenn der Winter den Boden steinhart gemacht hat, sondern wartet auf den Frühling.

Die Hoffnung, die wir aus der Treue unseres Herrn ziehen dürfen, ist doch gerade die, dass Ihm nichts unmöglich ist und dass Er Sein Heil und Seinen Segen über uns ausschütten will. Warum sollten wir uns dagegen wehren? Warum sollten wir Bereiche unseres Lebens von der Gnade des Herrn ausschließen? Warum sollten wir nur einen Apfelkitsch vom berstenden Gnadentisch nehmen, wo wir uns einmal kreuz und einmal quer durchfuttern könnten?

Vielmehr spornt unser Widerstand den Herrn zu noch mehr Gnade an, aber wenn wir unsere Herzen verhärten und nicht die Gesinnung eines Sklaven annehmen, wenn wir uns Seinem Nachrufen verschließen, wenn wir jegliche religiöse Übung unterlassen, die doch ebenso Gnadenwerkzeug ist, dann wird auch der Herr eines Tages sagen müssen: „Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!“ (Mt 25,12).

Welches sind denn die Gnadenmittel, die der Herr für uns bereit hält?

  • Gemeinschaft mit den Heiligen. Geh in die Gemeinde und entwickele eine Regelmäßigkeit darin. Suche die Gemeinschaft so oft es geht, nicht nur sonntags. „Es ist besser, daß man zu zweit ist als allein, denn die beiden haben einen guten Lohn für ihre Mühe.“ (Pred 4,9)
  • Suche die Gemeinschaft mit Gott selbst, indem du deinen Pflichten nachgehst und Ihn anbetest und über Sein Wort nachsinnst.
  • Verkündigung des Wortes. Wie war es bei David, als er wohl 9 Monate gottlos lebte und seine Sünde zu verbergen suchte? Seine Flamme war erloschen, sein Docht glimmte nur noch. Doch dann kam Nathan und verkündete ihm die Wahrheit. Und Davids Feuer wurde neu entfacht. Er warf sich vor dem Herrn zu Boden und suchte erneut die enge Gemeinschaft vergangener Tage mit Ihm. Gott lässt die nicht los, die Er erwählt hat. Er gibt jedem eine Chance und sehr häufig deutlich mehr.
  • Schau auf die Taten, die du vollbringst. Tust du sie für Gott, so prüfe dich, ob deine Taten nicht zu einer bloßen Übung verkommen sind. Denn Taten, die ernstlich für Gott vollführt werden, vergrößern die Gnade in deinem Leben.

Unsere Seele mag sonntags offener sein für den Geist. Daher dürfen wir den Gang zum Gottesdienst nicht unterschätzen. Unsere Lampen brauchen ständig neues Öl, sonst entzündet sich der Docht. Wir lernen, die Sünde zu verabscheuen und halten uns so umso leichter von ihr fern. Sollen wir denn nicht alles unternehmen, um im Licht zu wandeln und so auch der Tröstungen des Heiligen Geistes habhaft zu werden, oder leben wir lieber in der Dunkelheit, die unseren Geist verwirrt?

Wie viel Hilflosigkeit begegnen wir in Menschen, die das Lesen der Schrift vernachlässigen, das Gebet unterlassen und auch die Gemeinschaft der Heiligen nicht suchen.

Düster und nebulös ist ihr Wissen von Gott. Sie wagen gar nicht mehr, bei Jesus Barmherzigkeit zu suchen und vertauschen ihn lieber mit den untauglichen Trostpflastern dieser Welt. Gott ist für uns Mensch geworden und hat jedes Leid durchlitten. Wie könnte Er da mitleid- und tatenlos zusehen, wenn eines Seiner Kinder Not leidet? Selbstverständlich beugt Er sich dann herunter und hilft, spendet Trost und sorgt für Heilung.

Und so dürfen wir uns dem nicht verschließen, der uns durch Seinen Tod zu Erben des Himmelreiches und somit zu Erben auch Seiner Barmherzigkeit gemacht hat. Mehr noch: der uns zu Seiner Wohnstatt macht und zu aller Liebe und zu jedem Trost bereits ist, wenn wir es nur annehmen wollen. Wir dürfen uns Ihm und den übrigen Auserwählten Seiner Gemeinde nicht willentlich und wissentlich verschließen. Wir müssen uns vielmehr von Ihm aufschließen lassen für Seine Barmherzigkeit. Schließlich ist es doch so, dass unsere Sünden Ihn ans Kreuz gebracht haben. Doch Er tat dies aus freien Stücken, um uns zu retten. Wie verquer wäre es nun, wenn Er, der bereits alles für uns getan hat, uns nicht Sein Opfer darbieten würde, damit wir es in vollem Umfang für uns selbst annehmen?

Somit dürfen wir auch Streitereien nicht leichtfertig dulden oder gar auslösen. Nichts ist schädlicher für die Gemeinde und nichts erfreut Satan mehr, als wenn Streit und Spaltung in der Gemeinde herrscht und sogar nach außen dringt. Denn oft genug sind es persönliche Ansichten, die zu solchem Streit führen. Im Namen ihrer eigenen Wahrheit verleumden sie die Geschwister, die Ältesten und somit Christus. Die Wahrheit muss natürlich immer die Wahrheit bleiben, aber nicht jede Schwachheit muss aufgedeckt werden. Denn solch rigorose Aufdeckung ist lieblos und verdirbt manchen den Geschmack an der Gemeinde des Herrn. Wenn Gott zu uns derart barmherzig ist, dass Er für uns starb, als wir noch Sünder waren – also im Vorlauf unseres eigenen Bewusstseins – haben wir keinen Grund, bei anderen eine Schuld einzutreiben, deren Schuldner wir nicht einmal sind.

Jesus legte Seinen Jüngern Friede und Liebe ans Herz, Er betete für ihre Einigkeit. Damit ist nicht gemeint, auf Biegen und Brechen die Nähe des anderen zu suchen und sich dabei um das Evangelium herum zu lavieren. Die Reformatoren haben sich abgesagt von der römischen Kirche, weil sie als Kirche verdorben und ihre Lehre verkehrt war. Der Leib Christi ist nicht verdorben, wohl besteht er aus völlig verdorbenen Menschen. Doch durch den Heiligen Geist sind sie fähig, die Wahrheit zu verkünden und zu bewahren.

Doch sind solch offenkundige Aktionen einfacher zu behandeln, als jene, die andere in falscher Sicherheit wiegen. Viele Irrlehrer auch in der heutigen Zeit begnügen sich nicht damit, die Gemeinde zu spalten, sondern wiegen ihre Anhänger in falscher Sicherheit. Sie versprechen, durch Werke zum Heil gelangen zu können. Sie versprechen Reichtum jenen, die nur genug glauben – nicht an den Reichtum, sondern an Gott. Ebenso versprechen sie Heilung für Menschen, die nur tief genug an Gott glauben. Ja, sie lassen sogar für Tote beten, damit diese noch in den Himmel eingehen.

Sie überspannen den Bogen der Auslegung und interpretieren ihre eigenen Gedanken darein. Lebt der Apostel Johannes etwa noch? Hat der Herr das nicht gesagt, als er Petrus zu Recht wies: „Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?“ (Joh 21,22)? Doch Johannes selbst hat diese Interpretation gekannt und wiederlegt: „Daher kam nun dieses Wort auf unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht! Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht“ (Joh 21,23).

Oder ist Jesus, der ganz Mensch und ganz Gott war, etwa nicht allwissend? „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.“ (Mk 13,32). Doch auch hier liefert die Schrift ein klares Argument: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich2 zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen“ (Phil 2,7). Gott hat sich in Jesus als Mensch offenbart, damit entäußerte Er sich Seiner himmlischen Herrlichkeit. War Er deswegen weniger Gott? Wie ist das denn bei der Vergebung, wo Gott – trotz Seiner Allwissenheit – beschließt, die vergebene Schuld zu ‚vergessen‘. Weiß Er es dann tatsächlich nicht mehr oder ist Er uns dann ein Vorbild, wenn Er zukünftig über diese Dinge schweigt und sie auch nicht mehr als Anklage gegen uns vorbringt?

Kann Gott einen Stein erschaffen, den Er selbst nicht heben kann? Ist Er nicht allmächtig? Solche sinnlosen Fragen lohnen erst gar nicht der Überlegung, denn es gibt keinen Grund für sie.

Wenn aber solche Dinge in den Vordergrund der Lehre gehoben werden, wenn sie zum Spaltpilz einer Gemeinde werden, wenn sie Anhänger um sich scharen, die ihr eigenes Wohl suchen statt das des anderen, dann ist Weisheit geboten. Wenn zudem mit solchen Knallbonbons der Religiosität Geld verdient wird, ist äußerste Vorsicht geboten.

Das Evangelium dient niemandem zum Broterwerb. Auch nicht den bezahlten Pastoren einer Gemeinde. Vielmehr werden diese dafür bezahlt, die Gemeinde das rechte Wort in der rechten Weise zu lehren und die Schafe zu hüten mit Seelsorge und Kleingruppenarbeit.

Wer dagegen nach dem Ausruf Johann Tetzels arbeitet, „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“, lädt allergrößte Schuld auf sich. Denn ihr irdischer Glanz zieht die Gläubigen in den Bann, die aber dadurch geistlich völlig verarmen – bis zur Unkenntlichkeit. Freilich kann auch hier noch die Gnade Christi wirken, doch wir machen es Ihm unnötig schwer, wenn wir den Grundsatz verachten „Prüft alles, das Gute behaltet!“ (1. Thess 5,21).

Wie schon ausgeführt, eine Bibel kann hierzulande jeder kaufen. Und jeder ist aufgerufen, sie selbst zu lesen und zu studieren, sich darum zu bemühen, sie zu verstehen, und um Gottes Hilfe dabei zu bitten. Es kann sich niemand heraus reden, wenn er diese einfachen Mittel ablehnt, wenn er lieber den Worten von Menschen vertraut als dem Wort Gottes.

Christus hat sich zu uns vollkommen herunter gebeugt. Er hat sich herab gelassen zu uns in vollkommener Freiwilligkeit aus vollkommener Gnade, um das einzige und perfekte Opfer für jeden Einzelnen von uns zu bringen. Manche fragen heutzutage gar: „Musste Christus denn sterben.“?

Wir wissen: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Römer 6,23). Somit bedingt Sünde immer den Tod. Jesus Christus nahm alle unsere Schuld aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf sich (2.Korinther 5,21) und dafür musste Er sterben. Er tat dies aus freien Stücken und wusste sehr genau, was auf Ihn zu kommt. Warum verlangte aber Gott ein Opfer für die Sünde? Um unseren eigenen Tod abzuwenden, hat Gott dieses Opfer eingesetzt. Und wie viele Dinge bewirkt dieses Opfer:

  • Befreiung von aller Schuld. Wir werden durch das Opfer nicht sündlos, aber die Last der Sünde können wir bei Gott abladen.
  • Befreiung von Tieropfern, wie sie im Alten Testament vorgeschrieben waren. Jesus Christus ist das allgenügsame, letztendliche und einmalige Opfer, welches Gott gereicht als Sühnung für alle Schuld.
  • Befreiung von der Angst vor dem Tod. Durch die Auferstehung (ohne die das Opfer sinnfrei wäre) sind wir als jene, die dieses Opfer für ihre eigene Schuld angenommen haben, Miterben der Auferstehung und des ewigen Lebens. Unser Leben endet nicht im Nirwana oder in der Hölle, denn wir sind als ewige Wesen geschaffen. Wir müssen den ersten, den leiblichen Tod nicht fürchten, weil wir die feste Hoffnung in die Auferstehung haben. (Ja, es ist ‚nur‘ ein Hoffen auf, ein Glauben an das, was Gott uns sagt, denn es ist nicht beweisbar. Aber dem geretteten Menschen wird diese Hoffnung im Laufe seines Lebens zur Gewissheit.)
  • Befreiung von menschlichen Mittlern zwischen Gott und uns. Es ist kein Hohepriester und kein Beichtvater mehr notwendig, um mit Gott in Kontakt zu treten. Der Vorhang zum Allerheiligsten ist für immer zerrissen, Gott ist jedem frei zugänglich.
  • Befreiung von der Last des Gesetzes. Denn wir leben nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade (Römer 5,20; 6,14). Wir benötigen keine Werke der Errettung und keine Taten zur Erlangung des Heils.
  • Befreiung von der Anklage durch Satan, denn er hat keinerlei Zugriff mehr auf uns. Auch wenn er uns noch durch mancherlei Anfechtung ein Stolperstein ist, so sind wir doch versiegelt mit dem Heiligen Geist (Epheser 1,13) und Er wird das gute Werk vollenden, dass Er in uns begonnen hat (Philipper 1,6).
  • Befreiung von der Sucht nach Gerechtigkeit. Wir haben in Gott unsere Gerechtigkeit und dürfen daher all unsere Ansprüche an Ihn abtreten. Wir suchen keine Gerechtigkeit, sondern Gnade (Galater 2,21).
  • „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Galater 5,1)“ Wir sind frei von der Knechtschaft der Sünde und dürfen uns der Gnade unseres Herrn erfreuen.

„Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!“ Psalm 34,9

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Über Michael Richter

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