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Persönliches

Sein Opfer

Dann schwieg Gott 400 Jahre. Er zeigte sich Seinem Volk nicht. Er wohnte nicht im Tempel. Er entzog sich Seinem Volk, weil es halsstarrig und unbelehrbar. Er ließ andere Völker es unterjochen.

Bis einer aus der Wüste kam und den Messias ankündigte. Viel Volk strömte zu ihm, weil es hungerte und dürstete nach Erlösung.

Wieder näherte sich Gott den Menschen. Er wandelte nicht in einem perfekten Paradies mit ihnen, Er ging nicht als Feuer- oder Wolkensäule vor ihnen her, Er sprach nicht mehr durch einen Menschen. Er verließ Seinen heiligen Ort im Himmel und kam als kleines Baby in Sein Eigentum. Er entäußerte sich aller Seiner Rechte und zeigte sich Seinen Geschöpfen als einer der ihren. Der Schöpfer durchlebte das Leben Seiner Geschöpfe. Statt uns wieder und wieder zu bestrafen, zeigte Er sich in Seiner vollen Gnade und Liebe. Er machte sich uns gleich, um uns gleich Ihm zu machen.

Er ging persönlich auf die Menschen zu und berief persönlich eine Reihe Männer zu Seinen Jüngern. 3 Jahre durften sie von Ihm lernen. Aus nächster Nähe. 24 Stunden am Tag. Alles sahen sie, alles hörten sie. Sie erlebten die volle Breite des Evangeliums, sie, die unwürdig waren, Ihm die Schuhriemen zu binden, erlebten den Herrn hautnah und hörten die Worte aus Seinem Munde.

Und doch waren sie Ihm untreu. Aber Seine Liebe reichte weiter als ihre Treue. Seine Liebe reichte weiter als ihr Unglaube. Seine Liebe richtete sie auf. Er ertrug ihre Unzulänglichkeiten und ihre Schwachheit mit Liebe.

Er ertrug den Zweifel des Thomas und zeigte sich ihm hautnah, damit er so zum Glauben durchdringen konnte. Er formte den Donnersohn Johannes zu einem liebenden Hirten Seiner Schafe. Er bestellte den Verräter Petrus zum Hirten Seiner Schafe. Er ertrug den Verrat des Judas.

Für eine unwürdige, hochmütige und verdorbene Menschheit gab Er sich als das größte Opfer hin. Er, der alle Macht hatte, legte diese Macht ab und gab – aus freien Stücken – Sein Leben am Kreuz. Niemand konnte es Ihm nehmen, Er gab es hin. Er hatte sich vor Ewigkeiten, vor Grundlegung der Welt, dazu entschieden und Er wusste, welcher Schmerz auf Ihn zukommen würde. Doch Er nahm es aus Liebe auf sich.

Nicht die kleine Liebe Seiner Jünger trieb Ihn dazu. Nicht die Hoffnung auf eine bessere Welt trieb Ihn dazu. Nicht die fixe Idee eines billigen Martyrertums trieb Ihn dazu. Es war einzig Seine Liebe und es war Sein Wille, den Menschen Seine Liebe auf diese Weise zu zeigen.

Sie hatten Ihn nicht gesucht. Sie wollten nichts von Ihm wissen. Sie rannten sensationslustig Seinen Wundern hinterher. Sie wollten Ihn steinigen. Sie hatten Ihn angespuckt, verprügelt und ausgepeitscht. Sie hatten Seinen Tod gefordert – und ihn bekommen. Er war zu uns gekommen, doch wir haben Ihn weggestoßen. Er gab uns Liebe und wir gaben Ihm Hass. Er opferte sich für uns und wir nahmen es nicht an. Seine Majestät, Seine Herrlichkeit, Seine Heiligkeit hielten Ihn nicht davon ab, sich für uns zu opfern.

Er war es, der sich auf uns zu bewegt hatte, nicht umgekehrt. Er war uns hautnah gekommen, doch wir stießen Ihn fort. Er säte Liebe und erntete Hass. Er säte Barmherzigkeit, doch wir gaben Ihm den Todesstoß. Wir wollten nicht Seine Liebe, sondern ein besseres Leben mit einem besseren Herrscher. Wir erkannten nicht, dass Er der beste Herrscher überhaupt ist. Wir erkannten nicht, dass Seine Art zu leben die Beste überhaupt ist. Wir erkannten nicht Seine Lehre, sondern blieben lieber in unserer eigenen Lehre. Wir lehnten Sein Opfer ab, weil wir selbst bestimmen wollten.

Doch hierin zeigte sich ja Seine Liebe völlig. Er ging ans Kreuz, damit das Opfer für alle unsere Sünden allgültig und ein für allemal gebracht war; damit wir kein unvollständiges Opfer mehr darbringen müssen. Er hängt am Kreuz, damit unsere Sünden von uns abgewaschen werden. Er ist von den Toten auferstanden, weil Er auch uns von den Toten auferstehen lassen und in Sein Reich hineinnehmen will.

Selbst Christenverfolger, Mörder und Gotteslästerer wie Saulus von Tarsus werden durch dieses Opfer reingewaschen. Große und Kleine, Reiche und Arme, Schwarze und Weiße – alle sind von Seiner Gnade eingeschlossen! Er starb, damit wir leben können. Ein anderes Opfer gibt es nicht! Ein größeres Opfer gibt es nicht! Wir dürfen zu Ihm kommen, weil Er alles für uns erbracht hat. Wir leben, weil Er starb. Wir sind Erben des Königs, weil Er uns zu Seinen Brüdern und Schwestern macht.

Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du stirbst. Nimm Sein Opfer an!

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Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

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