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Persönliches

Seine Ehre

Gottes Fürsorge, Gottes Seelsorge. Gott hat den Menschen eine ganze Welt geschenkt. Er hat sie ihnen untertan gemacht, damit sie die Erde in Treue verwalten. Er setzte Adam und Eva in eine perfekte Welt. Hier gab es keinerlei Not, keine Angst, keine Krankheit, keine Schädlinge, keine Fressfeinde, keine Kriege, keine Katastrophen, keinen Hunger und keinen Durst. Die ersten beiden Menschen kannten nur das Gute und Gott selbst war bei ihnen, in ihrer Nähe. Jeden Abend kam Er zu ihnen und sprach mit ihnen. Er hatte ihnen ein paar einfache Gebote gegeben. Und sie lebten danach. Denn alles war perfekt. Die Liebe untetr ihnen war rein und die Hingabe aneinander war vollkommen.

Doch Gott ließ es zu, dass die Menschen vor eine Entscheidung gestellt wurden. Er ließ ihnen die Wahl zwischen dem mühelosen Paradies und einer mühevollen Welt. Der Mensch wählte falsch und verstiße damit gegen Gottes Gebot. Doch was tat Gott? War Er blindwütig und raste zornig durch das Paradies? Nein, Er kam auf die Menschen zu, die nun Angst vor Ihm und Scham voreinander empfanden. Er fühlte mit ihnen. Er rief sie und nur zaghaft ließen sie Seine Gegenwart zu. Nun hatten sie Angst. Angst vor Ihm. Ihm, der sie geschaffen hatte und der sie überreich beschenkt hatte. Schuld wollten sie aber nicht auf sich nehmen. Gott befragte sie und sie schoben die Schuld von sich, ja, klagten sogar ihren Schöpfer an. Gott hätte jedes Recht gehabt, sie sofort zu töten. Er hätte neue Menschen machen können und von vorne anfangen. Aber das war nicht Seine Absicht. Stattdessen akzeptierte Er die Entscheidung des Menschen gegen Ihn.

Doch Strafe musste sein. Blut musste fließen. Gott verbannte die beiden Menschen aus Seinem Paradies und kleidete sie in Felle. Dazu musste Er Tiere töten. Und der Mensch, der für die Ewigkeit geschaffen ist, musste sterben. Zwar erst Jahrhunderte später, aber den Tod musste er erleiden. Doch in all der Mühe und Not, in der Adam und Eva nun lebten, hatten sie eine Hoffnung. Hoffnung auf den, der sie erlösen sollte, den Retter, den Messias, der der Schlange den Kopf zertreten würde.

War es Kain oder Abel? Diese Hoffnung wurde jäh zerstört, als ihnen beide Kinder genommen wurden. Kain erschlug den Abel aus Neid. Wieder kommt Gott auf den Menschen zu. Er ergreift ihn bei seiner Verantwortung und versucht, ihn zu überführen. „Wo ist dein Bruder?“ „Beherrsche die Sünde.“ Doch Kain ist verstockt und muss sein Land verlassen. Gott hatte nicht Blut um Blut gefordert in Seiner Gnade. Aber Er musste Kain bestrafen, als Zeichen für die nachfolgenden Generationen.

Jahrhunderte später war die Menschheit enorm gewachsen. Wir können von Millionen bis Milliarden Menschen ausgehen. Und Gott sah auf diese Erde und fand nichts außer Mord und Totschlag, Neid und Mißgunst, Hurerei und ungezügelte Lust. Nur einer stach hervor. Noah. Noah hatte sich seit Jahrhunderten an den Herrn gehalten. Er war der einzige, den Gott für gerecht erklären konnte. Und wegen seiner Gerechtigkeit erwies Gott dem Noah zweierlei Gnade. Erstens warnte Er ihn vor dem kommenden Sintflut und gab ihm auch gleich konkrete Anweisung, wie er denn sich und seine Familie retten konnte. Zweitens, die Bibel nennt nur Noah gerecht, nicht Sem, Ham und Japhet, Noahs Söhne, und die Frauen. Dennoch rettet Gott auch sie – wegen Noahs Gerechtigkeit. Und obwohl Gott die ganze Schöpfung vernichten will, rettet Er doch alle Tierarten. Nach einer letzten Gnadenfrist von 120 Jahren lässt Gott die Erde fluten und nur ganz wenige Lebewesen überleben diese Weltkatastophe.

Wie leben die Menschen danach? Bessern sie sich? Sitzt ihnen der Schrecken so tief in den Knochen, dass sie von da an Gott dienen bis an ihr Lebensende? Leider nein. Noah besäuft sich sinnlos und sein Sohn Ham macht sich über ihn lustig. Noah verflucht Hams Sohn Kanaan. Dieser Fluch erfüllt sich dann mit dem Einzug der Israeliten in das gelobte Land.

Von Kanaan ist nicht viel gesagt. Außer, dass dieses Volk Jahrhunderte Zeit hatte, sich zu Gott zu bekennen. Doch schließlich war es Zeit für das Gericht. Gottes Werkzeug für dieses Gericht war Israel.

Nach Noah vermehrten sich die Menschen weiter. Wieder lehnten sie sich gegen Gott auf und bauten einen Turm. So hoch wie der Himmel sollte er werden. Alle wollten um diesen Turm herum leben, statt in die Welt zu ziehen und sie zu bevölkern. Doch erneut griff Gott ein und verwirrte die Sprache der Menschen. Das trieb sie dann auseinander, so dass sie ihrem Auftrag doch noch nachkamen. Die ganze Erde zu bevölkern.

Schon in den ersten Kapiteln der Schrift sehen wir, dass es nicht der Mensch ist, der sein Schicksal lenkt, sondern Gott kommt auf den Menschen zu, gleich in welcher Not. Er gesellt sich zu ihm und wartet auf dessen Antwort. Auch wenn diese Antwort nicht so ausfällt, wie Gott es erwarten könnte, ist Gott dennoch gnädig. Bis an den heutigen Tag – und darüber hinaus. Dafür gebühren Ihm allein alles Lob und jede Ehre.

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Über Michael Richter

https://jakobamjabbok.wordpress.com/2010/07/23/zur-person/

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