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Wegweiser

Werke

Nun ist da noch das Thema der Werke. Ich bin gerettet und mein unerschütterliches Fundament ist das der Rechtfertigung durch Jesus und der Sohnschaft in Jesus. Das Werk der Heiligung ist Gottes Werk. Was aber ist dann mein Werk? Was muss ich tun?

Als die Israeliten nach 40 Jahren Wüstenwanderung mit teilweise schlimmster Zucht endlich (wieder) vor dem gelobten Land standen, versprach ihnen der Herr, dass sie dieses Land besitzen. Der Schöpfer aller Lande hat Seinem Volk dieses Stück Land übereignet als Geschenk. Doch daran war eine Bedingung geknüpft: die Israeliten sollten dieses Land erobern und von allen fremden Völkern ‚säubern‘ und alle ihre Götzen vernichten. Das Land sollte völlig befreit werden von allem Fremden, dass sich bisher dort breit gemacht hatte. Es sollte keine Bündnisse geben und schon gar keine Verschwägerung oder Verbrüderung. Es ging um die Reinheit des Volkes.

Wie die Geschichte aber zeigt, ist diese Reinigung nie ganz vollzogen worden, was das Volk Israel in der Folge in allerschlimmste Bedrängnisse brachte – bis einschließlich zum heutigen Tag.

Genauso ist es aber auch mit mir! Gott hat mir das Land versprochen. Damit ist nicht die Ewigkeit gemeint, sondern mein Leben mit Ihm, meine Seele, mein unsterblicher Geist. Ich habe es. Es liegt direkt vor mir. Mein Auftrag ist aber, dieses Land zu erobern, indem ich es von allen Sünden und Götzen befreie.

Auch in diesem Kampf bin ich nicht allein. Ich werde keine Sünde und keinen Götzen aus mir selbst heraus bekämpfen und besiegen können. Genauso wie es den Israeliten technisch unmöglich war, Jericho zu erobern, muss ich mich auf die festen Zusagen meines Herrn verlassen. Wenn Er sagt, ich soll 7 Mal um die Stadt gehen und dann ins Horn blasen, so muss ich es tun, um den Sieg zu erringen. Verfolge ich dabei meine eigenen Pläne, werde ich keinen oder einen unvollständigen Sieg erringen. Halte ich meine Augen nicht fest auf Jesus gerichtet, werde ich untergehen, wie Petrus, den der Herr selbst auf das Wasser rief (Matthäus 14,28ff). Wenn ich nur dreimal auf den Boden schlage, wird mein Sieg unvollständig sein (2.Könige 13,18-19).

Wie erhalte ich nun Weisung von Gott? Durch sein Wort und durch das Hören auf die Predigt. Das Wort spricht in erster Linie zu mir. Wer denkt, dass die Israeliten dumm waren, weil sie immer wieder vom Herrn abfielen, möge einmal einen scharfen Blick auf sein eigenes Leben werfen: wir sind selbst die Dummen, weil wir genauso handeln. Wer eine Predigt immer nur auf andere bezieht, übersieht seine eigene Sündhaftigkeit.

Nur wenn ich mich im Bewusstsein meiner eigenen Sündhaftigkeit auf den anderen zu bewege, kann ich ihm in Ermahung und Erbauung in Liebe dienen. Geheuchelte Liebe hält den Schmerz der Sünde nicht aus. Geheuchelte Barmherzigkeit ist nur auf das eigene Wohl gerichtet. Geheuchelte Buße ist keine Buße. Bloße Zerknirschtheit über die Sünde lässt Raum für weitere Liebe zur Sünde.

Aber seit dem Auftreten Johannes des Täufers bis jetzt wird das Königreich der Himmel gestürmt. Und die Stürmer reißen es an sich. es wird mit glühendem Eifer und mit Aufbietung aller Kräfte erstrebt.“ (Mt 11,12 Ludwig-Albrecht-Übersetzung, 1926)

Eine Auslegung dazu findet sich in Thomas Watson: Den Himmel im Sturm erobern

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